Headhunter

Headhunter

Ein Headhunter beschreibt wörtlich übersetzt einen „Kopfjäger“. Der Begriff stammt aus dem Bereich der Personalsuche. Dabei handelt es sich bei einem sogenannten Headhunter, um einen Personalberater, der Unternehmen gezielten bei der Kandidatensuche unterstützt und die Direktansprache der Kandidaten übernimmt.

Unternehmen beauftragen Headhunter häufig, um einen Kandidaten für eine spezielle offene Vakanz zu finden. Meistens handelt es sich bei den Vakanzen um zu besetzende Fach- und Führungspositionen.

Warum wird ein Headhunter beauftragt?

Die gängige Art im Personalbereich, um offene Positionen zu besetzen ist die Ausschreibung einer Stellenanzeige heutzutage natürlich im online Bereich. Unternehmen schreiben dann ihre gewünschte Position über diverse Online-Stellenbörsen aus und warten dann auf die Resonanz durch die Kandidaten, in Form eingegangener Bewerbungen ab. Die eingegangenen Bewerbungen werden dann weiter gefiltert und der Bewerbungsprozess schreitet weiter voran. Das bedeutet, dass die generelle Vorgehensweise so ist, dass Unternehmen zunächst die Stellenausschreibung aufgeben und dann auf den Eingang von Bewerbungen warten. Dieser Prozess beansprucht meist mehrere Wochen im schlimmsten Fall sogar ein paar Monate.

Werden allerdings Kandidaten für Vakanzen gesucht, welche schnell besetzt werden müssen und zusätzlich einen Bereich abdecken, in welchem es eher selten ist, dass die Kandidaten gezielt auf Jobsuche über Online-Stellenbörsen gehen, ist die gängige Suche über Stellenbörsen leider weniger geeignet. Da diese Zeit in Anspruch nimmt, welche leider für eine bestimmte Vakanz nicht zur Verfügung steht, da diese so schnell wie möglich besetzt werden muss. Aus diesem Grund gibt es die sogenannte Direktansprache von Kandidaten, welche von einem Hedhunter übernommen werden kann.

Aufgabenbereiche eines Headhunters

In einem ausführlichen Briefing findet der Headhunter im ersten Schritt heraus, was für einen Kandidaten das Unternehmen sucht. Dabei stellt dieser Fragen in Bezug auf absolvierte Abschlüsse, erworbene Kenntnisse, Interessen für bestimmte Bereiche etc. Anhand dieser Informationen erstellt der Headhunter dann gezielt ein sogenanntes Kandidaten- oder auch Anforderungsprofil, welches ihm als Grundlage für seine weitere Arbeit dient.

Im nächsten Schritt folgt eine ausgiebige Recherche. Die Kandidatensuche durch den Headhunter erfolgt heutzutage überwiegend online über sogenannte berufliche Netzwerke wie zum Beispiel Xing oder LinkedIn. In diesen Netzwerken begibt sich der Headhunter dann auf eine gezielte Kandidatensuche, wobei dieser nach Kandidaten sucht, welcher im besten Fall alle gewünschten Kenntnisse verfügt.

Wird der Headhunter fündig und hat in seiner Recherche passende Kandidaten für das Unternehmen gefunden, werden diese von dem Headhunter direkt kontaktiert. Diese Vorgehensweise wird auch als Direktansprache bezeichnet und fällt unter die Kategorie Active Sourcing.

Kosten für einen Headhunter

Das klingt jetzt natürlich alles sehr einfach. Wird eine Vakanz ausgeschrieben, welche sich nicht über bisherige Recruiting Kanäle wie Online-Stellenbörsen besetzen lässt, kann einfach ein Headhunter beauftragt werden, welcher die Kandidatensuche übernimmt. Doch wer sich für einen Headhunter entscheidet muss leider auch tief in den Geldbeutel greifen. Denn diese sind meist sehr teuer und können bis zu einen Brutto Jahresgehalt der gesuchten Fachkraft kosten.

Headhunter Ja oder Nein?

Die Beauftragung eines Headhunters sollte gut überlegt sein. Bei einigen Positionen bietet sich die Beauftragung sicherlich nicht an, bei anderen Berufen, gerade jene welche den MINT-Bereich abdecken, könnte die Beauftragung eines Headhunters rentabel sein.

Dennoch muss an dieser Stelle ganz klar gesagt sein, dass dies sehr abhängig von der Position ist und die Entscheidung wohl überlegt werden sollte, denn schließlich gibt es heute zahlreiche Recruiting-Alternativen, mit welchen ebenfalls Kandidaten angesprochen werden können, welche nicht aktiv auf die Suche nach einem neuen Job gehen.

Google for Jobs

Google for Jobs

In der Suchmaschine Google nach einem bestimmten Beruf, Job oder Bereich suchen und sofort werden zahlreiche potenzielle Jobangebote aufgelistet. Das ist Google for Jobs.

Generalisten

Generalisten

Bei den Generalisten Stellenbörsen handelt es sich um die Stellenbörsen, welche zu den derzeitigen Marktführern gehören und branchenübergreifend für die Anzeigenschaltung aller Berufsgruppen geeignet sind. Zu den derzeitigen Generalisten gehören:

  • StepStone.de
  • Stellenanzeigen.de
  • Yourfirm.de
  • Monster.de

Fachkräftemangel

Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel wird auch als „War for talents“ beschrieben und beschreibt die Problematik der fehlenden Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt. Durch den demografischen Wandel, den späten Berufseinstieg und das sinkende Interesse an technischen, handwerklichen und IT-technischen Berufen fehlen immer mehr Fachkräfte auf dem freien Arbeitsmarkt. Aus diesem Grund „kämpfen“ Unternehmen händeringend um neues Personal. Das Abwerben von Personal gehört deshalb immer mehr zum Alltag von Recruitern und Personalverantwortlichen.

Ausbildungsdauer

Immer mehr Schulabgänger verfolgen das Ziel einen hohen Schulabschluss zu erreichen. Je höher der Schulabschluss desto länger verbringt ein Schüler die Zeit in der Schule. Je nach Berufswunsch folgt nach dem Schulabschluss dann eine betriebliche Ausbildung, ein Studium, ein duales Studium oder auch ein freies soziales Jahr. Die Frage „Was will ich werden?“, lässt sich heutzutage immer schwerer beantworten. Demnach steigen immer mehr Absolventen immer später in das Berufsleben ein und stehen so auf dem Markt als Arbeitskraft zur Verfügung. Der späte Berufseinstieg im Vergleich zu früher ist demnach einer von vielen Teilaspekten, welche den Fachkräftemangel beeinflussen.

Der demografische Wandel

Unter dem demografischen Wandel versteht man generell, dass es eine sinkende Anzahl an jüngeren Menschen und eine steigende Anzahl an älteren Menschen in Deutschland gibt. Das liegt daran, dass die Geburtenrate in den letzten Jahren enorm gesunken ist.

Dieser Wandel und die ungleichmäßige Verteilung der Altersklassen führt zum einen dazu, dass der Generationenvertrag nicht mehr eingehalten werden kann. Zum anderen führt dieser dazu, dass gleichzeitig viele Personen einer Altersklasse in Rente gehen werden im Nachzug allerdings zu wenige Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, welche diese Lücke schließen können. Auf diese Weise wird der Fachkräftemangel ebenfalls beeinflusst.

Betroffene Bereiche – MINT-Berufe

Leider sind vom Fachkräftemangel besonders die sogenannten MINT Berufe betroffen. MINT ist eine Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Arbeitskräfte, welche in diesen Bereichen eine Ausbildung oder ein Studium absolviert haben, sind besonders gefragte Fachkräfte und haben derzeit auf dem Arbeitsmarkt die besten Chancen.

E-Recruiting

E-Recruiting

Das E-Recruiting beinhaltet alle neuen Recruiting-Wege aus dem digitalen Bereich. Mitinbegriffen ist unter anderem das Recruiting durch Social Media wie Facebook und Instagram, geschaltete Werbeanzeigen oder auch die Direktansprache der Kandidaten durch berufliche Networking Plattformen, wie LinkedIn und Xing.

Online-Stellenbörsen

Zu dem sogenannten E-Recruiting zählen ebenfalls alle online Jobbörsen. Unternehmen können dabei direkt bei den gewünschten Online-Stellenbörsen oder über eine externe Agentur aus dem Personal-Bereich, eine neue Vakanz in Auftrag geben, welche dann auf den gewünschten Börsen veröffentlicht wird. Kandidaten, welche gezielt auf Stellensuche sind bekommen die offenen Vakanzen, dann auf den unterschiedlichen Börsen angezeigt.

Es gibt eine große Anzahl an online Jobbörsen, diese lassen sich jedoch in unterschiedliche Kategorien einteilen. Zum einen gibt es die sogenannten Generalisten Stellenbörsen, damit sind alle Online-Stellenbörsen gemeint, welche sich sehr stark auf dem Markt etabliert haben und über welche sich nahezu alle ausgeschriebenen Vakanzen veröffentlichen lassen. Zum anderen gibt es regionale Stellenbörsen, diese haben häufig Kooperationen mit zahleichen regionalen Partnern, wodurch besonders Personen angesprochen werden, welche speziell einen Job in ihrem Umkreis suchen. Darüber hinaus gibt es außerdem sogenannte Fachstellenbörsen, welche sich auf einen bestimmten Bereich spezialisiert haben. Dort können demnach gezielt Vakanzen ausgeschrieben werden, welche sich zum Beispiel auf den Gesundheits-, Medizin-, oder auch Ingenieurbereich beziehen.

Social Media Recruiting

Eine weitere Kategorie des E-Recruitings ist unter anderem das Social Media Recruiting, wobei den Kandidaten zielgruppengenaue Kampagnen über Facebook und Instagram ausgespielt werden, in welchen die ausgeschriebene Vakanz erwähnt wird. Dabei werden im Hintergrund zielgruppengenaue Targetierungen hinterlegt, welche an das Profil des Kandidaten angepasst werden.

Mobile Recruiting

Das Mobile Recruiting beschreibt generell die Personalgewinnung mittels mobiler Endgeräte wie dem Smartphone oder Tablet. Da die Nutzung des Smartphones stetig steigt, müssen Unternehmen, dies zukünftig bei der Gestaltung der eigenen Website, Karriereseite oder auch Recruiting-Landingpage beachten. Dabei müssen die Seiten in einem sogenannten resposive Design erstellt werden, damit diese optimal auf den mobilen Endgeräten ausgespielt werden und der Bewerber auch mobil eine optimale Candidat Experience durchläuft.

Darüber hinaus beschreibt das Mobile Recruiting außerdem neue Wege, um sich einfach über das Smartphone bewerben zu können. Mitinbegriffen sind zum Beispiel speziell entwickelte Apps, welche das Bewerbungsverfahren erleichtern, Online Bewerber Managment Systeme oder auch die Möglichkeit sich über Chatbots oder auch Whats app bewerben zu können, zählen zu dem Bereich des Mobile Recruitings.

Active Sourcing

Ebenfalls in den Bereich E-Recruiting zählt der neue Weg der Personalgewinnung durch Active Sourcing, wobei neue Kandidaten direkt über berufliche Netzwerke, von ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber, kontaktiert werden.